Manchmal fragen mich die Leute: „Wie ist es, in Wien zu wohnen?“
Und ich sage dann: „Wenn du nicht mal morgens um halb sechs unvorsichtig die Autotür aufreißen kannst, ohne dabei einen Radfahrer in die Hecke zu schleudern, dann bist du in Wien. Überall ist es sehr eng. Und ständig sind Leute um dich rum. Rund um die Uhr.“
Das klingt wieder so wie „die Stadt schläft nie“, aber das ist schon wieder zu romantisch für Wien. Hamburg ist zB romantisch. Grün, weitläufig, der Hafen und so… aber Wien… da hast du die Innere Stadt mit den Prachtbauten, und in allen anderen Bezirken bröckelt alles weg.
Nur falls es jemanden interessiert.
Abseits von Sissi, Prater und der Hofburg.
Ich mag Wien nicht besonders. Die Leute machen mir Angst, und alle sind irgendwie unterschwellig agressiv. In der überfüllten U-Bahn genauso wie auf der stauverstopften Straße. Und wöchentlich werden Menschen ermordet, angeschossen, von den Öffis verletzt oder vermisst gemeldet. Mal abgesehen von den Überfällen auf Postämter und Tankstellen; Wohnungseinbrüchen und Hausbränden, die in den Zeitungen nur noch Randmeldungen wert sind.
Mannmann. Wenn ich nicht hier arbeiten würde, hätte ich mich schon längst wieder „aufs Land“ (sprich nach Graz, 250.000 Einwohner) zurückgezogen. Das ist nämlich ganz schön heftig für eine „Landpomeranze“ wie mich. *lol* Naja, immerhin hat meine deutsche Heimatstadt auch 80.000 Einwohner
Aber da war nicht halb so viel los wie hier. Mal abgesehen davon, dass es fast nirgendwo freie öffentliche Parkplätze gibt.
Dafür aber Tiefgaragen für 5,- Euro die Stunde.
Nee, mit Wien werd ich nie warm. Kunstgalerien, Theater, Oper, Musicals hin oder her.











